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Look back | Step forward



ein Projekt zu Sensibilisierung der Wahrnehmung von Veränderungsprozessen in der Stadt




Statement und Ziel




Das Projekt versucht mittels Geschichten zu Plätzen die weite Bogenspanne im Veränderungsprozess der Stadt greifbar zu machen. Die Wahrnehmung und das Spektrum der Geschichten bewegt sich von persönlichen Erlebnissen bis zu Philosophien und Stadtvisionen. Dabei beachten wir, dass die Statements auf einem inhaltlichen Level bearbeitet werden um damit allen Beteiligten die gleiche Wertschätzung zukommen zu lassen. Entstehen soll eine Landschaft von Erzählungen, die einerseits den Wert der Lebensgeschichten der Bürger ‚empowert’ und andererseits die Menschen hinter den Planenden und Verantwortlichen für die Gestaltung zukünftiger Stadtvisionen erdet und mit der Gesellschaft verbindet und damit nahbar macht.

Das Projekt soll mittels poetischen Elementen den Stadtbewohnern Impulse geben sich am kreativen Wandlungsprozess zu beteiligen und gleichzeitig die Message transportieren, dass Wandlungsprozesse in der Stadt mehr lustvoll und lebensnah als angstmachend und destruktiv wahrgenommen werden.





Dokumentation



Diese erzielen wir durch eine Videodokumentation zweier Gruppierungen – und zwar der Stadtbewohner und der Stadtplaner.


Look back



Dieser Abschnitt beinhaltet verschiedene witzige, rührige und emotional positiv belegte Erinnerungen von Lebensgeschichten, die vorwiegend an einem interessanten Platz in Wien passiert sind. Zum Beispiel die Erzählung einer älteren Frau wie sie sich an einem Platz verliebt hat. Damals war dort kein Einkaufszentrum, sondern die berühmte Wiese mit der Parkbank, wo sie ihren geliebten Gatten das erste Mal gesehen hat. Dadurch wird innerhalb der Geschichte schon der ewige Wandlungsprozess im Konstrukt Stadt mittransportiert.


Step forward



Zeigt den Planenden mit seinen Visionen, beachtet wird bei den Aufnahmen vor allem, dass das Entwickeln von Ideen und Konzepten wiederum mit Lebenserfahrungen und dem dahinter erkennbaren Menschen zu tun hat. Dadurch wird innerhalb der Geschichte der Prozess des kreativen Umgangs mit der Stadt vermenschlicht.


Dramaturgie



In der dramaturgischen Zusammenführung der beiden Gruppierungen wird bewusst auf das paradoxe Moment der Überraschung gesetzt. Dies erreichen wir durch nicht klassisch vordefinierte Schubladisierungen (Bewohner, Planer), sondern lassen dieses Element offen und den Betrachter erst während der Beschäftigung damit erkennen.


Die Umsetzung




Wir positionieren im öffentlichen Raum eine kreisrunde Trägerkonstruktion mit 8 Metern Durchmesser und 4 Metern Höhe. Von außen gesehen wird im Bereich der oberen zwei Meter ein Foto über den gesamten Umfang abgehängt, das in der gesamten Höhe die Gesichter der Erzählenden zeigt und in den Zwischenräumen zu dem jeweilig nächsten Gesicht ein Bild der Stadt, das themenrelevant zu der erzählten Geschichte gehört.

 

Der Innenraum des Zylinders, der in einer Durchgangshöhe von zwei Metern durch Stützen getragen in der Luft schwebt, zeigt die Hinterköpfe der Erzählenden mit einem anderen Stadtbild zur Geschichte. Im Innenraum nimmt man die Erzählung als eine Gruppe nach außer Schauender wahr. In einem typografisch anspruchsvollen Schriftbild läuft Text über die Hinterköpfe der Erzählenden.

Somit zeigt der Objektkörper sowohl eine Innen- als auch eine Außensicht und ist auf Grund der Dimension ein unübersehbares Element. Das 12,5 Meter lange Fotobild wird durch Klangstationen unterstützt, die jeweils in der Position der Portraits die Geschichten der Erzählenden einspielt. Begleitet werden die ‚Oral Histories’ von Klangstimmungen, die Stadt und Leben assoziieren lassen.

 

Intention dieses Projektes ist, dem Faktor gerecht zu werden, dass Stadt und Identität mit der Stadt sehr viel mit Inszenierung im Sinne von Identifikationsräumen zu tun hat. Durch den Startimpuls einer Serie mittels Medieninstallation im öffentlichen Raum können weitere vernetze Projekte mittels Corporate Identity auf den Wiedererkennungswert setzen.


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step_web.pdf   171 K




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