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rewalk stories for tomorrow



rewalk behandelt in Zeiten des Informationsüberflusses die langsame Einfachheit des Geschichtenerzählens im medialen Raum unter Einbeziehung aller Formate (Standbild, Text, Ton, Film, Animation).

Wir alle haben die Technologien, die Apparate, die alles können. Wir kaufen sie und horten sie, im besten Fall halten wir Momente fest, die eingefroren in Schubladen oder auf Festplatten herumliegen, aber warum erzählen wir damit keine Geschichten?

re (hat den Aspekt des Reflektierens, des Wiederholens einer Aktion verbunden mit medial dokumentierter Wahrnehmung, walk (wandern, bezieht sich auf die natürliche entspannte Bewegung des Gehens).

 


Die Frage der rewalk nachgeht




Können wir durch wertfreien Umgang mit den Medien und Einbindung der Rituale des Geschichtenerzählens (durch gemeinsame Erarbeitung kompositorischer Parameter und Spielregeln) zu einer offenen sich medieninhaltlich austauschenden Gesellschaft werden (im Sinne von „perceptual exchange“)? Die technischen Voraussetzungen wären ja entwickelt. Der gesellschaftliche Bedarf ist mittlerweile längst vorhanden den hoch gezüchteten Informationslawinen des Turbokapitalismus fragile individuelle Geschichten entgegenzuhalten.


rewalk verfolgt daher das Ziel den ProjektteilnehmerInnen mit voller Unterstützung einen technisch einfachen, inhaltlich spannenden >>> betreuten Raum zu bieten um möglichst spontan die eigenen Reflexionen und Geschichtsstränge zu publizieren.

Dieses Vorhaben wollen wir durch die Produktion entsprechender Interfaces und kreativer Betreuung im medienpädagogischen Sinne erzielen. Das erstere bewerkstelligen wir durch Kooperationspartner in Forschung und Industrie um uns am Puls der Medientechnologie zu bewegen. Die kreative Betreuung erzielen wir durch das Feld unserer Kernkompetenz der künstlerischen medienpädagogischen Leitung, der Lust am Beobachten und Recherchieren von medialen Experimentierfeldern und durch die Zusammenarbeit mit unseren geschätzten Projektpartnern und deren soziokulturellen Aktionsräumen.

Bildforen, Datenbanken Interfaces... gibt es jedenfalls auch mehr als genug, verglichen mit dem Medium Film wird dieser nicht nur benutzt um danach laufende Bilder zu beobachten (wie z.B. Bilddatenbanken, die sich füllen) sondern um Geschichten zu transportieren und das braucht jedes Mal ein Team und eine Komposition des Geschichtenerzählens um die sich um der Inhalt bewegt auch wenn die Bilder danach von alleine laufen.

Bei rewalk landen wir mit neuen Projekten stets in einem vorhandenen Pool inspirierender Geschichtsserien, die durch verschiedene Aktionsfelder im europäischen und außereuropäischen Kontext entstanden sind.

Paul Weihs © Wien 10|2003


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